Elberadweg Magdeburg Bad Schandau: Ein Routenvorschlag

Wer seine Elberadtour ab Magdeburg in südliche Richtung plant, wird eines der abwechslungsreichsten Teilstücke des rund 1200 km langen Flussradweges erleben. Gehen Sie mit uns auf eine gedankliche Entdeckungstour vom Magdeburger Dom bis zur Festung Königstein…

  • Anreise Magdeburg
    Start der ca. 350 km langen Radtour ist in Magdeburg. Wir sind schon am Mittag da und nutzen die Zeit für einen ersten Radelausflug zum nördlich gelegenen Wasserstraßenkreuz. Die Kilometer haben sich gelohnt, die Größe der Anlage ist beeindruckend und wir beobachten die Schiffe, wie sie auf dem Mittellandkanal die Elbe überqueren. Zurück in Magdeburg statten wir dem berühmten Dom einen Besuch ab und spazieren am Petriförder noch ein bisschen an der Elbe entlang.

  • 1. Etappe der Elberadtour: Magdeburg – Dessau (ca. 80 km)
    Die längste Etappe steht uns gleich zu Beginn bevor. Gut gestärkt steigen wir in den Sattel und fahren durch den ruhigen Stadtteil Prester aus Magdeburg hinaus. Wald, Felder und kleine Dörfer säumen unseren Weg. Das Pretziener Wehr ist friedlich und lässt kaum erahnen, welche Wassermassen sich in Hochwassersituationen hier ansammeln. Wir machen einen Abstecher auf die andere Elbseite nach Barby, es ist Mittag und wir genießen die Sonne auf der Terrasse des Hotel und Restaurant Augustusgabe.

    Über Walternienburg und Steckby geht es nach Aken wo wir nochmals eine Fähre nutzen. Der letzte Abschnitt des Elberadwegs nach Dessau führt durch ein Waldstück und wir entscheiden uns für die Variante über Großkühnau mit seinem Landschaftspark. Die Meisterhäuser säumen unsere Einfahrt nach Dessau und wir beschließen, den kleinen Stadtbummel auf den nächsten Morgen zu verschieben. Die Beine sind müde, der Magen knurrt – was wir mit Restaurantbesuch und anschließendem zu Bett gehen bekämpfen…

  • 2. Etappe am Elberadweg: Dessau – Lutherstadt Wittenberg (ca. 40 km)
    Wir schnappen uns die Räder und drehen noch eine Runde durch die Stadt, auf der hölzernen Jagdbrücke überqueren wir die Mulde und näheren uns auf dem Fürst Franz Weg wieder der Elbe. Immer wieder säumen Skulpturen, kleine Schösser und Tempelanlagen unseren Weg. Das Ganze findet seinen Höhepunkt in Wörlitz, wo wir natürlich den Wörlitzer Park, ein UNESCO Welterbe, besichtigen. Die Räder bleiben dabei stehen. Wir staunen über geheimnisvolle Grotten, Tempel, zahlreiche Brücken, Kanäle, einzigartige Sichtachsen und fahren anschließend weiter durch die schöne Auenlandschaft in die Lutherstadt Wittenberg.

    Schon von weitem erkennen wir die Schlosskirche. Da morgen wieder eine längere Etappe auf uns wartet, begeben wir uns gleich nach Ankunft im Hotel auf eine Runde durch die Stadt. Die Collegienstraße verbindet praktischerweise einen Großteil der Sehenswürdigkeiten miteinander (Lutherhaus, Cranach Höfe, Schlosskirche, Stadtkirche), auch die Touristinformation befindet sich hier. Im Hinterhof der Schlosskirche genießen wir ein kühles Radler und lassen den Abend ausklingen.

  • 3. Etappe der Elberadtour: Lutherstadt Wittenberg – Torgau (ca. 70 km)
    Wir verabschieden uns von dem netten Wittenberger Hotelpersonal und begeben uns auf die zweite längere Tagesetappe. Ziel ist heute Torgau. Bis dahin ist es ein weiter Weg und es liegen wieder zahlreiche kleine und recht verschlafene Dörfer an unserem Wegesrand. Auch die Elbe verabschiedet sich ab und an und wir haben Sie nicht so oft im Blick. Im wunderschön hergerichteten Biergarten der Burg Klöden machen wir eine erste Trinkpause. Herrlich ist es hier! In Pretzsch nutzen wir mal wieder eine Fähre und fahren am linken Elbufer weiter. Gegenüber von Dommitzsch erhebt sich das Schloss Lichtenburg, auch ein ziemlich imposanter Bau.

    Torgau ist nun nicht mehr weit, das Schloss Hartenfels ist schon zu sehen. Wir fahren erst mal auf den Marktplatz, hier befindet sich heute auch unser Hotel in sehr zentraler Lage. Die Räder sicher abgestellt geht es nur ein paar Hundert Meter zum Hartenfelser Schloss. Wir staunen über die Bären, die noch heute im Schlossgraben untergebracht sind und die freitragende Treppenanlage des Großen Wendelsteins.

  • 4. Etappe am Elberadweg: Torgau – Riesa (ca. 48 km)
    Gut ausgeruht geht es nach Belgern, die Rolandstatue auf dem Markt, Sachsens einzige dieser Art, schauen wir uns natürlich an. Wir durchqueren viele kleine Dörfer und bleiben auf der linken Elbseite. In Strehla gönnen wir uns ein eigens hergestelltes Eis im Café Müller, es soll das Beste weit und breit sein… und ist auch wirklich ausgesprochen lecker!

    So rollt es sich angenehm nach Riesa. Hier haben wir uns einen Besuch des Nudelcenters mit Museum vorgenommen. Der Zeitplan gibt es her und so erfahren wir viel über Herstellung und Tradition der beliebten Teigwaren. Essen möchten wir am Abend natürlich Nudeln – gleich im Restaurant des Nudelcenters, echt lecker!

  • 5. Etappe der Elberadtour: Riesa – Dresden (ca. 58 km)
    Wir entscheiden uns zur Elbquerung in Riesa nicht für die große Eisenbahnbrücke, sondern die kleine idyllische Promnitzer Fähre. Die großen Industrieanlagen von Nünchritz überraschen uns. Einen Stopp legen wir in Diesbar-Seußlitz ein. Der Fotoapparat ist im Dauereinsatz, das Seußlitzer Schloss und die Weinhänge bieten so viele schöne Motive. Einen guten Schluck Sächsischen Weins gönnen wir uns dann endlich in Winkwitz in der Weinstube der ersten Sächsischen Weinkönigin.

    Leider bleibt nicht viel Zeit für Meißen, denn wir haben uns aus Zeitgründen mit der Etappe Riesa – Dresden für eine etwas straffere Variante entschieden. Ein Kurzbesuch von Dom und Albrechtsburg ist aber drin und hat sich gelohnt. In Radebeul wechseln wir die Elbseite und fahren über die Niederwarthaer Eisenbahnbrücke in den gleichnamigen Ort. Ein schöner, ruhiger Weg vorbei an der hübschen Gohliser Windmühle führt uns nun in die Sächsische Landeshauptstadt. Ein Bummel vorbei an Semperoper, Schloss, Fürstenzug, Frauenkirche und entlang der Brühlschen Terrasse ist ein Muss und wird nach dem Abendessen natürlich angehängt.

  • 6. Etappe am Elberadweg: Dresden – Bad Schandau (ca. 45 km)
    Die letzte Etappe unserer Elberadtour wartet auf uns. Wir versprechen uns einiges, denn viele der Radler, die wir getroffen haben, schwärmten nur so von diesem schönen Teilstück. Wir werden nicht enttäuscht. Das Blaue Wunder verabschiedet uns aus Dresden und das Pillnitzer Schloss grüßt uns von der gegenüberliegenden Elbseite. Wir staunen über den tollen Stadtkern von Pirna und gönnen uns „ä Schälchen Heeßen“ in Ilses Kaffeestube.

    Raus aus Pirna eröffnet sich endlich die imposante Felslandschaft des Elbsandsteingebirges und man kann diesen Anblick getrost als ein abschließendes Highlight dieser wunderbaren Elberadtour bezeichnen. Ob Basteibrücke, Lilienstein oder Königstein mit seiner Festung – alles tolle Sehenswürdigkeiten. Hier müssen wir nochmal hin! Am letzten Abend lassen wir dann nochmal die Seele baumeln. Die Toskana Therme mit Thermalbad und Liquid Sound Tempel hat bis Mitternacht geöffnet und ist wie Balsam für unsere beanspruchten Körper…

Weiße Brücke im Luisium im Wörlitzer Park (c) Dickimatz, pixelio.de

Weiße Brücke im Luisium im Wörlitzer Park

Schlosskirche in Lutherstadt Wittenberg

Schlosskirche in Lutherstadt Wittenberg

Blick vom Schloss Hartenfels Torgau

Blick vom Schloss Hartenfels Torgau

Schloss Hartenfels Torgau

Schloss Hartenfels Torgau

Albrechtsburg Meißen (c) AugustusTours

Albrechtsburg Meißen

Altstadt von Dresden

Altstadt von Dresden

Radfahrer am Elberadweg in Bad Schandau

Radfahrer am Elberadweg in Bad Schandau

Die Reiselust hat Sie gepackt? Dann planen Sie doch gleich selbst diese Strecke als Radreise zu unternehmen. Hier finden Sie einen 12-tägigen Radreisevorschlag von Magdeburg nach Bad Schandau.

Bildquellen:
Weiße Brücke im Luisium im Wörlitzer Park © Dickimatz, pixelio.de
Schlosskirche in Lutherstadt Wittenberg © AugustusTours
Blick vom Schloss Hartenfels Torgau © AugustusTours
Schloss Hartenfels Torgau © AugustusTours
Albrechtsburg Meißen © AugustusTours
Altstadt von Dresden © AugustusTours
Radfahrer am Elberadweg in Bad Schandau © AugustusTours